Warum GTA V nicht für den PC erschienen ist

In der jüngeren Vergangenheit gab es in meinem Bekanntenkreis, dank der Ankündigungen der neuen Konsolen, immer wieder die Diskussion darüber, auf welcher Plattform man denn nun am besten zocken kann. Es gibt diejenigen, die schon seit dem SNES nur auf Konsolen unterwegs sind. Dann gibt es die, die Verfechter des PC-Gaming waren, dann aber irgendwann auf die Konsolen gewechselt sind. Und dann gibt es noch diejenigen, ausschließlich auf dem PC spielen und mit Konsolen nie warm geworden sind.

Gerade letztere Gruppe wundert sich besonders seit den letzten Wochen darüber, dass Rockstar ihren „Game of the year“-Kandidaten GTA V nicht auf der Spiele-Plattform Nr. 1, dem PC, herausgebracht hat. Ich muss ja zugeben: Anfangs bin ich auch heute noch verwundert, wenn Spiele-Entwickler ihre Spiele konsolenexklusiv herausbringen. Ich bin jemand, der den Großteil seiner Jugend (10 – 19 Jahre) auf einem PC gezockt hat. Für mich galt der PC bis zu diesem Zeitpunkt als unantastbar wenn es um Videospiele ging. Counter-Strike, Half-Life, World of Warcraft. Alles Spiele, die man doch unmöglich an einem Controller spielen kann. Der PC war in meinem Kopf die einzige Möglichkeit, überhaupt Spaß an Videospielen zu haben.

Die Realität des PC-Gaming sah allerdings schon damals anders aus. Als ich noch der Meinung war, man könnte Shooter nur auf dem PC zocken, haben Konsolen sich auch diesem Thema angenommen. Neben Rennspielen, Tony Hawk’s Pro Skater und FIFA haben sich immer mehr Shooter auf den Konsolen gefunden. Für mich war Halo, damals auf meiner alle ersten XBox, der First-Person-Shooter, der mir zum ersten Mal gezeigt hat, dass man Shooter sehr wohl mit einem Controller spielen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für mich auf Konsolen nur einen halbwegs brauchbaren Shooter: 007 GoldenEye auf dem N64. Alles andere war schlicht weg nicht spielbar.

Und wo sind wir jetzt, 12 Jahre nach dem Start der XBox, 12 Jahre nach dem ersten Halo? Nie war der PC irrelevanter für Videospiele als zuvor. Es gibt hier und da Spiele, die sich auf dem PC breit machen. Aktuell ist das beste Beispiel dafür wohl Dota 2. Für Spiele wie Dota 2 hat vermutlich auch noch niemand ein passendes Konzept erstellt, wie diese Art von Spielen auf einem Controller funktionieren würden (ist bei RTS-Spielen übrigens ähnlich – einzige Ausnahme: Halo Wars). Doch neben Spielen wie Dota 2 wird es dann auf dem PC auch schon eng. Wenn man sich dazu die Verkaufszahlen der letzten beiden Blockbuster-Shooter ansieht, wird einem das Ganze erst so richtig bewusst:

Quelle: VGChartz
Quelle: VGChartz

Die Grafik spricht Bände: Zu sehen sind die beiden Blockbuster Shooter-Franchises überhaupt. Battlefield und Call of Duty – jeweils in ihrer aktuellen Ausgabe. Call of Duty Black Ops II, ein klassischer Shooter, der von PC-Verfechtern als „unspielbar“ auf Konsole bezeichnet wird, verkauft sich für PS3 und XBox 360 zusammengerechnet ca. 22 Millionen mal. Die PC-Version kommt auf 970.000 Einheiten. Neunhundertsiebzigtausend. Das sind nicht einmal eine Million verkaufte Exemplare eines Spiels, welches mit einem Controller auf der Couch nicht spielbar ist. Scheinbar sehen 22 Millionen Spieler das anders. Ähnlich ist es bei Battlefield 3: Knapp 14 Millionen Konsolen-Versionen stehen 2,5 Millionen PC-Versionen gegenüber. Selbst bei Saints Row IV, was eher ein Nischen-Titel ist, sieht es nicht anders aus.

Das Shooter-Genre galt Jahrzehnte lang als das Argument für die Anschaffung eines PCs. Doch die Zeiten sind vorbei. An mir ist die Entwicklung so ziemlich vorbei gegangen, denn auch ich habe erst letztes Jahr 1500€ in einen neuen PC investiert um das neue Counter-Strike: Global Offensive zu spielen. Nach 60 Spielstunden fiel mir dann aber auf, dass es auf dem Sofa doch bequemer ist. Erst diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, mich mal genauer mit dem Thema zu beschäftigen.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema: GTA V. Oben stehen die Zahlen – die Rechnung ist leicht: Rockstar Games hat 250 Millionen Dollar in die Entwicklung des Spiel gesteckt. Eine unfassbar hohe Summe, die man dem Spiel aber definitiv auch ansieht. Aus wirtschaftlicher Sicht muss Rockstar nun versuchen, diese 250 Millionen Dollar wieder reinzuholen. Wie gelingt das am besten, wenn man die verfügbaren Plattformen betrachtet? Man nimmt sich die Plattform mit den meisten Benutzern, die größte „Installed base“, und veröffentlich das Spiel zumindest anfangs auf diesen Plattformen. Denn nur so hat Rockstar eine nahezu 100%ige Garantie, mit einem solchen Franchise wie GTA ihr Geld wieder einzuspielen. Dass es geklappt hat, wissen wir alle: 1 Million verkaufte Exemplare in den ersten 24 Stunden. Wäre das bei der PC-Version auch so gelaufen? Es darf bezweifelt werden.

Vielleicht wird Rockstar GTA V irgendwann noch für den PC umsetzen (und mit „umsetzen“ meine ich eine schlechte Konsolen-Portierung), aber eine hohe Priorität hat diese Umsetzung bei Rockstar definitiv nicht. Irgendwann, wenn genug Geld gescheffelt wurde und man bei Rockstar auf den Trichter kommt, den paar verbleibenden PC-Spielern einen Gefallen zu tun, wird die PC-Version erscheinen.

Bis dahin macht Rockstar das aus wirtschaftlicher Sicht einzig sinnvolle: Sie gehen dorthin, wo wirklich gespielt wird.

Warum Google Hangouts für iOS Kopfschmerzen verursacht

Google hat gestern auf ihrer Entwickler-Veranstaltung „Google I/O“ die neue Hangouts-App vorgestellt. Heute morgen habe ich mir die App für iOS ein mal angesehen. Mal davon ab, dass die App an manchen Stellen etwas merkwürdig „ruckelt“ (z.B. beim drücken des „Zurück“-Buttons um in die Hangout-Übersicht zu komme), bereitet mir die App  ziemliche Kopfschmerzen. Vielleicht hat ja auch nicht Google ein Problem, sondern ich und mein auf Symmetrie-geschädigtes Hirn.

Aber da Bilder mehr sagen als 1000 Worte:

Google Hangouts Design Flaw #2 Google Hangouts Design Flaw #1

Ich frage mich, was daran so schwer ist, zwei unterschiedliche App-Views zumindest was die Breite und Ausrichtung einzelner Elemente angeht, konsistent zu halten. Wir reden hier nicht über eine kleine Frickelbude, die gerade angefangen hat ihre erste App zu basteln. Wir reden hier über Google. Den Technologie-Vorreiter unserer Zeit.

Google: Bitte nehmt euch doch mal ein bisschen mehr Zeit und achtet auf solche Details. Es gibt noch mehr Menschen wie mich. Menschen, die schon bei Abweichungen von 1 – 2 Pixeln wahnsinnig werden. Wenn euch die Gesundheit eurer Kunden lieb ist, korrigiert doch diese Fehler bitte mit dem nächsten Update.

Zu Googles Verteidigung muss aber gesagt werden, dass das Unternehmen in den letzten Jahren einen riesen Sprung nach vorne gemacht hat. Die aktuelle Android-Version hat iOS, was die Optik angeht, sogar überholt – ach was sag ich: überrundet!. Und auch die neuen Version von Google Maps sieht absolut vielversprechend aus.

Das Internet vergisst nicht!

Gefunden beim „selbst googlen“: Ein Artikel auf netzwelt.de (nicht die kleinste Website im deutschsprachigen Raum), der mich und mein damaliges Prestige-Projekt phoneseven.de, welches ich im August 2011 an das Biel-Netzwerk verkauft habe, zitiert.

Liest sich eigentlich ganz schön:

Der deutsche Windows Phone 7 Blog „Phoneseven“ kommt bei einer ähnlichen Auswertung ebenfalls zu der Erkenntnis, dass die Preise für die WP7-Handys extrem nachlassen. Einen Vergleich mit einem anderen Handy-OS zieht die Plattform aber nicht. Stattdessen erläutert Blogger Timo Schlüter die Vor- und Nachteile der Entwicklung.

Natürlich sind die Preise für die Käufer mehr als attraktiv, andererseits konkurrieren die Highend-Handys nun preislich mit Einsteiger- und Mittelklasse-Modellen anderer Plattformen, was für das Image der Geräte und WP7 allgemein nicht nur positiv sein dürfte. Zudem fürchtet Schlüter, dass der Grund für die massiven Preisnachlässe schlechte Verkaufszahlen seien. Die Preisentwicklung würde zudem die Mobilfunkanbieter treffen: Ein subventioniertes WP7-Handy mit Vertrag sei bei den derzeitigen Straßenpreisen nicht mehr attraktiv, lautet sein Fazit. Dennoch führen alle Netzbetreiber bis auf E-Plus derzeit noch WP7-Handys.

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GeoJSON Feature Collection per JavaScript-Object erzeugen

Im Rahmen von Michaels Pacific Crest Wanderung habe ich basierend auf OpenLayers, jQuery und den Daten seines SPOT Satellite Messenger eine Webanwendung gebaut, auf der man rund um die Uhr verfolgen kann, wo er sich gerade befindet. Bei der Nutzung von OpenLayers stellt man sich zwangsläufig irgendwann die Frage, in welchem Format man die Location-Daten denn überhaupt abrufen möchte.

In einem Projekt von 2010 für walking-away.de (Beispiel), habe ich beispielsweise GPX-Dateien verwendet. Die Methode bietet sich vor allem immer dann an, wenn man die Daten beispielsweise aus einem Navigationsgerät von Garmin und co. auslesen möchte um sie im Web darzustellen. Diese Geräte bieten meistens die aufgezeichneten Tracks im GPX-Format an.

Im Fall von live.everyday-madness.de habe ich mich dazu entschlossen, auf das GeoJSON-Format zu setzen. JSON als solches ist momentan ohnehin der absolute Shooting-Star was den Datenaustausch im Web angeht. GeoJSON setzt, wie der Name schon sagt, auf die JSON „Sprache“ auf und definiert, wie Daten übermittelt werden müssen. Über GeoJSON lassen sich Punkte (Points), Tracks (LineStrings) oder auch Formen (Polygon) definieren. OpenLayers zum Beispiel unterstützt in der aktuellen Version alle im GeoJSON Standard definierten Typen. Zudem lassen sich mehrer Typen zu so genannten „Feature Collections“ zusammen fassen. Eine Feature Collection besteht beispielsweise aus einem Track (als LineString) und einem Start- bzw. Endpunkt-Marker (als Point). Eine solche Feature Collection kann anschließend als JSON-String von beispielsweise OpenLayers eingelesen werden und stellt sämtliche in ihr enthaltenen Daten dar.

In meinem Fall habe ich die Roh-Daten (Koordinaten, Timestamp, Nachrichten-Inhalt, Typ) per AJAX und JSON (nicht GeoJSON) über den Umweg über PHP aus einer MySQL Datenbank geholt. Natürlich hätte ich die den GeoJSON-String bereits per PHP zusammen setzen können, allerdings benötigte ich ohnehin noch weitere Daten aus der Datenbank, weshalb ich mich dazu entschlossen habe, den GeoJSON-String erst in JavaScript zusammen zu setzen um ihn dann an OpenLayers zu übergeben.

Doch wie erstellt man nun möglichst einfach eine Feature Collection in JavaScript? Der einfachste Weg ist, eine Kombination aus Objekten und Arrays zu verwenden.

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MEGA und die 3rd-Party-Apps

Kim Dotcoms MEGA ist jetzt bereits einige Wochen verfügbar. Manch einer mag sich gewundert haben, wo denn die ganzen 3rd-Party-Apps (Sync-Clients etc.) bleiben, wie man sie von Dropbox, Box und Google Drive kennt. Ich bin selbst vor ein paar Tagen auf eine coole Idee gekommen, die ich mit MEGA als Storage-Provider umsetzen könnte. Die Entwickler-API von MEGA habe ich mir bereits am Start-Tag angesehen um mal zu schauen, was sich so machen lässt. Damals habe ich das Ganze aber nur überflogen. Heute wollte ich dann mal genauer in die Details schauen und zumindest mal ein paar Befehle in Richtung MEGA schicken.

Was mich jedoch irgendwie ziemlich stark abgeschreckt hat war folgender Abschnitt auf der Website der API:

1.1 Security considerations

The cryptographic integrity of MEGA’s user data is important to us. We can therefore not allow you to distribute or make available your client application without going through us. We will perform a code audit of your product and promote/distribute it on our site. You will also receive a share of the revenue that your application generates.

Vielleicht ist mein Englisch einfach zu schlecht, aber ich lese daraus: Bevor ich Software veröffentlichen kann, die die MEGA-API nutzt, muss ich sie an MEGA schicken, damit die die Software auf ihre Sicherheit überprüfen?

Wer wundert sich da noch, dass es bislang noch nicht allzu viele Apps gibt, die eine Anbindung an MEGA bieten?

After Aperture

Portal und Portal 2 gehören zu den großartigsten Videospielen unserer Zeit. Ich bin letztens auf ein Video gestoßen, welches mit dem „Source Film Maker“ gemacht wurde. Es ist ein Fan-Film mit dem Namen „After Aperture“ und startet beim Ende von Portal 2 mit Chell an der Oberfläche. Das Video alleine ist nicht wirklich spannend, jedoch zusammen mit der Musik wirklich klasse:

Update: 10 Dinge, die ich innerhalb der nächsten 8 Jahre machen sollte

  1. ein Foto von mir am 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View
  2. ein Foto von mir am 1 Infinite Loop, Cupertino
  3. eine Apple Keynote mit Steve Jobs Live sehen
  4. ein Unternehmen gründen
  5. wieder in Form kommen
  6. ein 15″ Macbook Pro kaufen
  7. mich von meinen restlichen Haaren trennen
  8. in Google StreetView auftauchen (die Chancen stehen nach 3 Kontakten mit Kamera-Autos nicht schlecht ;))
  9. meine WordPress-Plugins weiterentwickeln
  10. Einen Fallschirmsprung