GPX, Google Charts und mehr..

Seit Freitag nachmittag gib es sämtliche Wandertouren, die wir auf walking-away.de anbieten, mit den Karten des OpenStreetMap-Projektes zu sehen. Auf der Wunschliste stand die Ablösung des XML Google Maps – Plugins für WordPress schon lange. Da es bislang keine Alternative gab und auch noch immer keine gibt musste ich mal wieder selbst Hand anlegen und ein Plugin für WordPress schreiben, welches dies erledigt. Ein paar kleine Eindrücke aus der Arbeit:

Das GPX-Format und seine Tücken

GPX  – GPS Exchange Format – ist quasi für Navigationssystem das, was DOC(X) für den Office-Bereich ist. In einer GPX-Datei finden sich Infos zu Waypoints, Höhenangaben und natürlich Koordinaten mit denen sich der Standort auf einer Weltkarte bestimmen lässt. Technisch gesehen sind GPX-Dateien nichts anderes als XML-Dateien. Somit stehen Anwendern und auch Entwicklern im Netz jede Menge Werkzeuge zur Verfügung. Um z.B. die Koordinaten für den ersten Punkt einer aufgezeichneten Track-Sequenz ausgeben zu lassen, genügt dank SimpleXML und PHP folgender Befehl:

$xml = simplexml_load_file(‚aufgezeichnete_strecke.gpx‘);
echo $xml->trk->trkseg->trkpt[0]->attributes()->lat;

Dieser Befehl gibt so z.B. die „Latitude“-Koordinate aus. Soweit so gut. XML ist natürlich schön, jedoch ändern sich Formate gerne. So gibt es beispielsweise GPX-Tracks, die in einer anderen Version des Formates aufgenommen wurden. Hier hilft natürlich nur der Blick in die Schema Dokumentation.

Google Charts, oder: Wie visualisiere ich ein Höhenprofil

Viele GPS-Geräte zeichnen neben den Koordinaten die Höhe eines Wegpunktes oder Tracks auf. Eingebettet wird diese Angabe in einem <ele></ele>-Element. Über folgenden Aufruf kommt man an die Daten:

echo $xml->trk->trkseg->trkpt[0]->ele;

Natürlich kann man mit blanken Zahlen im Web keinen Blumentopf gewinnen. Wie also visualisiert man z.B. den Anstieg einer Wanderung in Höhenmetern? Dank Google – Gott, ich liebe dieses Unternehmen – braucht man sich mit Plot-Bibliotheken oder ähnlichem in diesem Fall nicht auseinandersetzen. Die Google Chart API (oder auch Google Chart Tools) bieten einem die Möglichkeit, durch eine mit Parametern versehene URL eine Grafik zu erzeugen. Über die Chart API möchte ich hier gar nicht viele Worte verlieren. Die Dokumentation spricht bereits für sich.

Zusammengewürfelt

Zwei lange Nächte und 301 Code-Zeilen PHP und JavaScript später war der Ausflug in die Welt des GPX-Formates beendet. Natürlich reichen die oben genannten Infos nicht aus, um ein lauffähiges Plugin für WordPress zu schreiben, jedoch möchte ich den Lesern meines Blogs die Tücken im Umgang mit GPX und die Vorteile von Google Charts nicht vorenthalten. Außerdem dient dies auch gleichzeitig als eine Art Dokumentation für mich selbst. Man weiß nie, wann man dieses Know-How mal wieder braucht. Auf Informationen zum Anzeigen eines GPX-Tracks mit Hilfe von OpenLayers habe ich hier mal bewusst verzichtet. Das Netz ist voll mit Beispielen und How-To Anleitungen. Zudem ist die OpenLayers API alles andere als Atomwissenschaft.

Das Ergebnis meiner Nachforschungen und investierten Arbeit lässt sich aktuell auf www.walking-away.de begutachten.

Globetrotter Affiliate Plugin

Wer auf seinem Blog gerne Links des Outdoor-Shops Globetrotter einbindet, der ist sicherlich darüber verärgert, dass man die Shop-Links erst manuell mit der eigenen Partner-ID versehen muss. Ich habe hier für alle Blogger, die WordPress nutzen, die Lösung: Das Globetrotter Affiliate Plugin für WordPress.

Links, die zum Globetrotter Online-Shop fuehren, werden mit Hilfe dieses Plugins automatisch erkannt und in gueltige Affiliate-Links mit einer angegeben Partner-ID umgewandelt.

Aktuelle Version: 1.1
Benötigt: WordPress 2.0
Getestet: WordPress 3.0

Wie man jQuery und PHP kombiniert

Wer sich schonmal gefragt hat, wie man jQuery bzw. JavaScript mit PHP in Verbindung bringt, der bekommt hier die Antwort:

echo '<script type="text/javascript">';
  echo 'jQuery(function() {';
    echo 'jQuery("#date").datepicker({ dateFormat: "yy-mm-dd" });';
  echo '});';
echo '</script>';

Irgendwie gruselig..

Mein Wochenende: XML-RPC, cURL und ganz wenig PHP

Letztes Wochenende hatte ich wirklich keine Lust etwas spannendes zu tun. Ich hätte auf einen Geburtstag gehen können, jedoch hat mir dazu die Motivation gefehlt. Stattdessen habe ich den kompletten Samstag und halben Sonntag vor dem Rechner verbracht und eines der merkwürdigsten Projekte gestartet (und zueende gebracht), die ich jemals angefangen habe:

www.blogwolke.de

Blogwolke.de ist ein Blogverzeichnis. Nicht mehr, nicht weniger. Was bringt ein Blogverzeichnis? Richtig: Backlinks. Wer Backlinks für seine Seiten braucht, der ist mit Blogverzeichnissen gut bedient. Doch bevor ich hier erkläre was das ganze bringt, kommen wir lieber zu den spannenden Dingen: Der technische Hintergrund.

Die Ziele waren einfach: Der Benutzer soll mit minimalem Aufwand zum Erfolg kommen. Viele Blogverzeichnisse nutzen zum Tracking der Blogs sogenannte „Publicons“, die der Benutzer auf seinem Blog einbindet. Diese Idee wollte ich übernehmen – alles andere jedoch nicht.

Wie also minimiert man den Aufwand für den Nutzer? Es gibt zwei Regeln:

  • Es muss einfach sein
  • Es muss automatisch ablaufen

Umgesetzt habe ich das ganze nun über XML-RPC, cURL und ganz ganz wenig PHP-Code. Erstmal brauchte ich eine Grundlage. Wieso dazu nicht einfach ein bestehendes, sehr gutes Blog-System nutzen. Gesagt getan und WordPress aufgesetzt. Warum WordPress? Ganz klar: Haufenweise Plugins, gute SEO Optimierung und massig Erfahrung meinerseits.

Der Ist-Zustand ist also: Die Blogs eines Benutzers werden als Post in meine eigene WordPress-Instanz „gepostet“. Wie funktioniert das? Total simpel: Der Benutzer generiert auf der Startseite einen Codeblock. Dieser Codeblock sieht nach „außen“ hin aus, wie ein stink normales Bild mit einem Link. Im Hintergrund jedoch passiert die Magie. Natürlich binde ich keine Datei namens „publicon.png“ ein, sondern eine Datei namens „publicon.php“. Diese PHP-Datei tut erst einmal einige spannende Dinge, bevor sie sich als PNG-Datei outet. Somit passiert also folgendes: Sobald ein Benutzer den Code auf seiner Seite einrichtet, wird per XML-RPC ein neuer Eintrag auf meinem Blog angelegt. Dieser Eintrag (oder Blog-Post) beinhaltet folgendes:

  • die URL der Seite
  • die Meta-Description der Seite
  • die Meta-Keywords der Seite

Die URL der Seite stellt den Post-Namen auf meinem Blog dar. Die Meta-Description wird abgerufen und in den Inhalt gepostet. Die Meta-Keywords bilden auf meiner WordPress-Instanz die Tags (oder Schlagwörter). Mit dieser Kombination, und eingigen WordPress-Plugins ist es nun möglich, eine vollkommen automatisierte Tag-Cloud, eine Top-10-Liste oder ähnliches generieren zu lassen.

Und was passiert nun, wenn der Blog bereits in meinem Verzeichnis vorhanden ist? Hier kommt cURL ins Spiel. cURL „simuliert“ einen Aufruf des Eintrages zum entsprechenden Blog auf dem das Publicone ingebunden wurde. Wozu? Wie sonst sollte ich die Top-Liste generieren lassen?

Das sind sie nun, die Grundfunktionen. Hier und da gibt es noch kleinere Gimmicks. So wird dank der Thumbalizr-API ein Screenshot des eingetragenen Blogs. Außerdem  erscheint das Publicon z.B. ausgegraut (statt blau), wenn ein Fehler bei der XML-RPC-Übertragung aufgetreten ist. Dazu der Code-Generator, der vollkommen „Idiot-Proof „ist und fertig ist das vollautomatische Blog-Verzeichnis.

Zum Abschluss also die Fakten zusammengefasst:

  • das Gesamte Blog-Verzeichnis besteht aus einer WordPress-Instalation
  • ein Eintrag im Blog-Verzeichnis ist nichts anderes als ein WordPress-Post
  • ich benötigte für das gesamte Projekt ca. 2 Tage Arbeit
  • ich benötigte insgesamt 60 Zeilen Quellcode

Was lernen wir daraus? Manchmal muss man nur kreativ sein um mit wenig Aufwand ein schönes kleines Projekt zu starten.

Ob die Seite erfolg hat, weiß ich natürlich nicht. Aber eins weiß ich schon jetzt: Ich habe wieder etwas gelernt 🙂