WhatsApp-Nachrichten über Kommandozeile verschicken

Es gibt mittlerweile eine ziemlich einfache Möglichkeit, per Kommandozeile Nachrichten per WhatsApp zu verschicken. Möglich ist das Ganze über die ein kleines Python-Tool namens „Yowsup„. Mit diesem Tool ist es möglich, die WhatsApp-Registrierung durchzuführen und anschließend Nachrichten zu versenden und zu empfangen. Da ich dem Empfang noch nicht getestet habe, beschreibe ich hier erst einmal, wie der Versand von Nachrichten funktioniert.

Voraussetzungen

  • eine gültige Handynummer
  • Python
    • python-dateutil
    • argparse for python < 2.7
    • libxml2
  • Yowsup

Yowsup downloaden und entpacken

Zuerst einfach das git Repository von Yowsup auf den lokalen Rechner/Server klonen. Das erledigt man über folgenden Befehl:

git clone https://github.com/tgalal/yowsup

Anschließend in den Unterordner „src“ von „yoswum“ wechseln, da dort die Kommandozeilen-Tools (yowsup-cli) liegen, die nun benötigt werden:

cd yowsup/src/

Registrierung

Bevor man Nachrichten versenden kann, muss die eigene Handynummer bei WhatsApp registriert werden. Als erstes muss die Handynummer, die zum versenden von Nachrichten genutzt werden soll, in der Config-Datei angegeben werde. Ich habe dazu einfach, weil Nerds wie ich ja tendenziell eher faul sind, einfach die Beispiel-Datei (config.example) geöffnet und angepasst:

vi config.example
cc=49 #if not specified it will be autodetected
phone=491751234321
id=
password=

Wichtig sind hier im ersten Schritt nur die Parameter „cc“ und „phone“. Unter „cc“ muss die Landeskennung angegeben werden. Für Deutschland wäre dies die „49“. Unter „phone“ muss die Handynummer angegeben werden, die für WhatsApp registriert werden soll. Das Format lautet in meinem Fall: 491751234321.

Anschließend die Datei speichern und folgenden Befehl ausführen (wir befinden uns immer noch im Ordner yowsup/src/):

python yowsup-cli -c config.example -r sms

Die Antwort könnte wie folgt aussehen:

status: sent
retry_after: 25205
length: 6
method: sms

Auf dem angegeben Handy sollte nun eine SMS mit einem Freischaltcode für WhatsApp angekommen sein. Als Beispiel dient hier mal der Code „123-987“.
Abgeschlossen wird die Registrierung mit dem Befehl:

python yowsup-cli -c config.example -R 123-987

Das Ergebnis sollte wie folgt aussehen:

Detected cc: 49
status: ok
kind: free
pw: 74beaae5d1af0c04c57c37ff0045573603ff34dd=
price: 0,89 €
price_expiration: 1389688778
currency: EUR
cost: 0.89
expiration: 1418553624
login: 491751234321
type: existing

Wichtig ist nun das Attribut „pw“. Dort steht das Passwort, mit dem der Login auf den WhatsApp-Servern durchgeführt wird. Dieses Passwort muss nun in der Config-Datei angegeben werden. Also wieder die Datei öffnen und anpassen:

vi config.example
cc=49 #if not specified it will be autodetected
phone=491751234321
id=
password=74beaae5d1af0c04c57c37ff0045573603ff34dd=

Die Registrierung und Konfiguration ist abgeschlossen. Jetzt kommt der lustige Teil.

Nachricht versenden

Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, kann nun eine Nachricht versendet werden. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man eine Nachricht stumpf versenden, ohne auf Antworten zu warten („Fire-and-forget“) und zum anderen kann man den interaktiven Modus starten, über welchen man im klassischen Chat-Stil Nachrichten empfangen und versenden kann.

Der Befehl für ein einfaches verschicken lautet:

python yowsup-cli -c config.example -s 4915777818466 'Hallo Welt'

Das Ergebnis dürfte in etwa so aussehen:

Detected cc: 49
Authed 491751234321
Sent message

Es wurde somit eine Nachricht vom Absender 491751234321 (der registrierten Nummer) mit dem Inhalt „Hallo Welt“ an die Nummer 4915777818466 geschickt.

Wenn der interaktive „Chat-Modus“ gestartet werden soll, genügt der Befehl:

python yowsup-cli -c config.example -i 4915777818466

Jetzt wird ein Chat-ähnlicher Dialog gestartet, über den nicht nur Nachrichten abgeschickt, sondern auch empfangen werden können.

Diese Spielerei kann nun für alle möglichen Schweinereien genutzt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich selbst spiele gerade mit dem Gedanken, Nagios/Icinga Notifications aus meinem Monitoring-System über WhatsApp zu verschicken.

Fragen oder Feedback zu der Anleitung bitte jederzeit gerne als Kommentar, Tweet oder Mail hinterlassen.

Einmal Apple – und zurück!

Heute habe ich mal das neue Mac OS X (Codename: Leopard) ausprobiert. Was soll ich sagen? Es ist in meine Augen der gigantischste Schritt rückwärts seit Windows Vista von Microsoft! Ich frage mich ernsthaft, ob ich so langsam zum absoluten Kritik-Mensch mit keiner Freude am Leben verkomme, aber was ich mir heute auf meinem Macbook angucken musste, war schon irgendwie heftig.

Nachdem ich mich echt in 10.4 Tiger verliebt habe und es auch echt gerne genutzt habe, läuft mir bei Leopard einfach nur ein Schauer über den Rücken. Ich zähle jetzt einmal ein paar Punkte auf, wie ich über Leopard denke:

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Macbook ohne OSX – so gehts!

Wer die Schnauze von OSX entgültig voll hat, der wird sicherlich überlegen, wie er am Besten OSX killt, um dann entweder Windows oder Linux zu installieren. Ich hab den Schritt gewagt: OSX ist weg! Mein Macbook ist jetzt komplett OSX-frei und startet nur noch Windows. Wie das funktioniert? Ganz einfach!

  1. Erstmal mit BootCamp unter OSX eine Windows-Treiber-CD erstellen
  2. Firmware des Macbooks auf aktuelle Version updaten
  3. EFI auf aktuelle Version updaten (sehr wichtig wegen der BIOS-Simulation)

Und ob man es glaubt oder nicht: Das wars!

  1. Windows-XP oder Vista-CD einlegen
  2. Macbook neu booten
  3. „C“ beim Startvorgang gedrückt lassen
  4.  Die CD startet das Windows-Setup
  5. Alle Partitionen löschen
  6. Installation wie immer durchführen

OSX ist nun komplett weg. Das Macbook startet nur noch Windows.

Viel Spaß damit! 🙂

Safari 3.0 für Windows – Erster Test

Kaum 20 Minuten ist sie her, die WWDC Keynote 2007 von Steve Jobs, da teste ich auch schon den Safari-Browser für Windows. Was soll ich sagen? Es ist ein Browser, wie jeder andere. Wie vom Mac schon gewohnt, ist der Browser auch unter Windows Pfeil-Schnell. Was allerdings sehr verwunderlich ist, ist die Tatsache das bis jetzt keine Website (bis auf meinen Blog?!) angezeigt werden können. Ich habe Youtube und Shortnews.de getestet und beide werden fehlerhaft angezeigt. Sehr mehrwürdig das Ganze. Safari 3.0 unter MacOSX zeigt beide Websites tadelos an, sodass es wohl mal wieder an Windows liegen muss. Naja, ist ja auch noch Beta.
Was mich stört, und das tut es bei iTunes auch, ist der OSX-Look, den Apple seinen auf Windows portierten Programmen aufdrückt. Wie auch schon iTunes fügt sich Safari überhaupt nicht in die Windows Oberfläche ein. Das stört mich irgendwie. Klar, unter OSX sieht das ganze geil aus, aber unter Windows? Hätte man meiner Meinung nach anders handhaben müssen.
Doch was bringt einem der Safari-Browser unter Windows überhaupt? Ich sags mal so: Mir nichts, Apple Martkanteile. Seit dem Firefox ist für mich der Bedarf eines weiteren Browsers unter Windows mehr als gedeckt. An FF für Windows wird Safari, bis auf die Geschwindigkeit, nie herankommen, da allein die Extensions das Killer-Feature des FF sind. Unter MacOS sieht das wieder anders aus, dort läuft der FF nur sehr schwerfällig und Camino bietet keine Extensions.

Ich stelle mir also die Frage: „Wer braucht Safari unter Windows?“. Ich ganz sicher nicht, da mir die Geschwindigkeit egal ist. Somit würde ich mit Safari, bis auf die Geschwindigkeit und die bestandene Acid-Prüfung, nur einen weiteren Internet Explorer kriegen (was die Hauptfeatures angeht). Ich werde Safari daher nicht unter Windows einsetzen, sondern nur weiterhin auf meinem Mac.

Dieser Eintrag wurde übrigens soeben offiziell von Safari aus geschrieben 😀

Zum Schluss noch ein paar Screenshots 😉

Halo 2 für den PC – ROFL!

Halo 1 hab ich geliebt, Halo 2 auch mehrmals durchgezockt – allerdings auf der XBox. Ich hab mich am Wochenende mal an Halo 2 für den PC gewagt, und muss sagen: Das Spiel hat die Chance, „Abenteuer auf dem Reiterhof“ von Platz 1 meiner persönlichen „Worst games ever“-Liste zu verdrängen.

Am Spiel selbst liegt es sicher nicht, da weder an der Story noch am Gameplay etwas verändert wurde. Die Grafik ist allerdings ein schlechter Scherz. Auf der XBox fand ich die Grafik echt gut, das Spiel lief flüssig: was wollte man mehr. Doch was hat man daraus auf dem PC gemacht? Nichts! Die Grafik wurde 1:1 beibehalten – „Nicht schlecht!“, sagt ihr? Durch die 1:1 portierung auf den PC und die damit verbundenen höheren Auflösungen (1280×1024 bei mir) sieht das Spiel meiner Meinung nach noch viel beschissener aus, als auf der XBox. Zudem ruckelt es bei mir wie sau (kA woran das nun wieder liegt ;)). Aber was beschwere ich mich überhaupt. Sah es bei Halo 1 anders aus? Nö. Auch da wurde das Spiel 1:1 auf den PC gebracht, war damit der totale Grafik-Gau und lies sich spielen wie ein Low-Budget-Shooter.

Etwas anderes ist auch Halo 2 für den PC nicht. Ich geb euch´n Tip: Bevor ihr das Game zum Vollpreis für den PC kauft, holt euch ´ne gebrauchte XBox mit Halo 2 dazu, das kostet zwar ~10€ mehr, aber dafür habt ihr nach dem durchzocken ´n schickes Media-Center 😉

Heizkosten sparen mit Windows Vista

Gestern war es wieder so weit: Ich wollte meinen Rechner mal wieder platt machen, da das System schon ziemlich „eingestaubt“ war. Naiv wie ich war, habe ich ein weiteres mal Windows Vista installiert. Ich dachte mir: „Mensch, so schlecht kann das doch nicht sein. Vielleicht hattest du ja auch nur Pech bei der ersten Installation.“ – Wie dumm ich doch war:

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Umdenken..

Eigentlich bin ich ja ganz zufrieden mit meinem Kubuntu-Linux, was jetzt schon länger auf meinem Rechner zu Hause läuft. Allerdings fühle ich mich mit dem Betriebssystem noch nicht ganz so „verbunden“, wie es unter Windows immer war.

Klar, Linux ist toll. Linux ist kostenlos, es ist inzwischen einfacher zu bedienen als Windows, es ist stabil, es sorgt dafür, dass nie Langeweile aufkommt – und doch muss man sagen: Linux hat große Schattenseiten.

Heute wollte ich z.B. mal wieder Half-Life 2 zocken (das meiner Meinung nach genialste Spiel was es je gab). Ich habs mit Wine versucht, mit Cedega und sogar diesem Crossover Linux – so richtig „rund“ lief es nie. Linux ist zwar nicht zum Zocken gemacht, aber ich hab eigentlich gedacht, dass ich über Umwege doch noch dazu komme – da hab ich mich wohl geirrt. HL2 läuft unter Linux einfach „unbrauchbar“. Wo ich unter Windows mit meinem Rechner stolze 60FPS+ sehen konnte, habe ich unter Linux mal gerade so 20-30FPS. Naja, nachdem ich Half-Life 2 dann auf meiner XBox gespielt habe, wollte ich allerdings noch schnell(!) ’ne DVD umwandeln, da ’n Kumpel sich den Film abholen wollte – schnell? Fehlanzeige. Ich habe K9Copy, dvd::rip und xDVDShrink ausprobiert: Für eine DVD9 brauchten alle Programme so ~40 Minuten – wie geht das? DVDShrink unter Windows braucht komischerweise nur etwas unter 20 Minuten für eine konvertierung von DVD9 auf DVD5. Was macht Linux mit meiner Leistung? Ich meine, die Power meines X2 4200+ mit seinen 2GB RAM im Dual-Channel kann ja nicht einfach so „weg“ sein?

Da kam sie mir, die Frage aller Fragen: Warum habe ich vor ca. einem Jahr eigentlich so viel Kohle in meinen Rechner investiert, wenn ich darauf jetzt ein – wenn auch kostenloses – Betriebssystem laufen lasse, welches die Leistung des Rechner praktisch nicht ausnutzt? Ich habe zu wenig Hardware/Linux-Wissen um jetzt sagen zu können, wo der Flaschenhals sitzt, aber ich war ehrlich gesagt schon etwas enttäuscht. In den letzten 2 Tagen bin ich relativ hart auf den Boden der Realität zurück geholt worden, sodass ich mich jetzt ehrlich Frage, ob der Umstieg auf Linux so die richtige Entscheidung war. Es sind Kleinigkeiten, die mich stören. So z.B. auch vorhin, als ich einem Kumpel eine Datei per ICQ schicken wollte -> Fehlanzeige. Kopete unterstützt keinen File-Transfer von ICQ zu ICQ. Dann war da noch die Sache mit dem Drucker: Ich habe einen Canon PiXMA IP5000 – Top Teil, muss ich sagen – doch unter Linux unbenutzbar. Weder Treiber, noch Software gibt es, damit ich alle Funktionen nutzen kann. „Turbo Print!“, werden jetzt einige rufen, aber: „Are you kidding me?!“ – ich setze doch nicht auf ein kostenloses Betriebssystem, um mir dann Druckertreiber(!) zu kaufen(!) die dazu noch properitäre(!) Software sind.

Ganz ehrlich? Im Moment bin ich am überlegen, ob ich wieder Windows einsetzen sollte. Für das, was ich mache ist Linux wohl nicht geeignet. Die oben genannten Punkte sind natürlich noch nicht alle, doch alle anderen habe ich weitgehend immer lösen können. Die Frage die sich mir stellt ist halt einfach: Wenn ich mir einen Rechner kaufe, nach langer Recherche, damit alles perfekt aufeinander abgestimmt ist – Will ich diese Power dann nicht auf einsetzen? Mir ist mein Rechner ehrlichgesagt zu schade für Linux – so traurig es auch klingt.

Mal sehen was das Wochenende bringt – Windows Vista wirds wohl nicht, aber ich kann mir gut vorstellen ab Sonntag Nachmittag wieder von Windows XP aus zu bloggen.

“Machs gut, Microsoft Windows!” ..naja, fast!

Da ich ja mitlerweile auf Linux umgestiegen bin, blieb natürlich die Frage im Raum, wie ich mein Adobe Photoshop 7 ersetzt bekomme. GIMP? Naja, an sich keine Schlechte Idee, jedoch bin ich ein Mensch, der sich ungern von seiner gewohnten Umgebung trennt. Es blieb also nur eine Option: Photoshop unter Linux zum laufen bekommen. Bei mir liefen Lösungen wie Wine noch nie gut im Zusammenhang mit Photoshop. Selbst Crossover Linux habe ich mir damals 3 Monate lang gekauft. Da muss es doch was anderes geben?! Und ob! Natürlich gibt es etwas anderes: VMWare Server! Ich war ja eigentlich abgeschreckt von dem Gedanken, Photoshop in einer VM unter Windows XP laufen zu lassen, doch was ich heute sah, hat mich echt umgehauen. Nachdem ich nämlich das erste mal dank den „VMWare Tools“ unter meinem Virtuellen Windows meine Auflösung von 1280×1024 hinbekommen habe, staunte ich nicht schlecht über die Geschwindigkeit des „nicht ganz realen“ Windows XP. Ich möchte behaupten: Es läuft, was den 2D-Betrieb angeht so gut, dass manch einer nicht mal den Unterschied merken würde. Endlich macht sich mein X2 4200+ bezahlt! Photoshop läuft weich wie Butter. Selbst diverse Rendering-Filter benötigen nicht mehr Zeit als in einem echten Windows-System.

Ich kann nur jedem Umsteiger ans Herz legen: Haut euch die kostenlose VMWare Server-Software drauf, installiert Windows XP in der VM und schaltet es bei Bedarf an! Der Umstieg gelingt euch garantiert! Das dürfte nun definitiv das letzte Argument für Windows gewesen sein. Seitdem World of Warcraft unter Wine wie auch unter Transgaming Cedega ohne Probleme läuft, gehen mir für Windows die Gründe aus, es noch zu installieren. Ich bin echt begeistert, was heutzutage so alles möglich ist 😀