Safari 3.0 für Windows – Erster Test

Kaum 20 Minuten ist sie her, die WWDC Keynote 2007 von Steve Jobs, da teste ich auch schon den Safari-Browser für Windows. Was soll ich sagen? Es ist ein Browser, wie jeder andere. Wie vom Mac schon gewohnt, ist der Browser auch unter Windows Pfeil-Schnell. Was allerdings sehr verwunderlich ist, ist die Tatsache das bis jetzt keine Website (bis auf meinen Blog?!) angezeigt werden können. Ich habe Youtube und Shortnews.de getestet und beide werden fehlerhaft angezeigt. Sehr mehrwürdig das Ganze. Safari 3.0 unter MacOSX zeigt beide Websites tadelos an, sodass es wohl mal wieder an Windows liegen muss. Naja, ist ja auch noch Beta.
Was mich stört, und das tut es bei iTunes auch, ist der OSX-Look, den Apple seinen auf Windows portierten Programmen aufdrückt. Wie auch schon iTunes fügt sich Safari überhaupt nicht in die Windows Oberfläche ein. Das stört mich irgendwie. Klar, unter OSX sieht das ganze geil aus, aber unter Windows? Hätte man meiner Meinung nach anders handhaben müssen.
Doch was bringt einem der Safari-Browser unter Windows überhaupt? Ich sags mal so: Mir nichts, Apple Martkanteile. Seit dem Firefox ist für mich der Bedarf eines weiteren Browsers unter Windows mehr als gedeckt. An FF für Windows wird Safari, bis auf die Geschwindigkeit, nie herankommen, da allein die Extensions das Killer-Feature des FF sind. Unter MacOS sieht das wieder anders aus, dort läuft der FF nur sehr schwerfällig und Camino bietet keine Extensions.

Ich stelle mir also die Frage: „Wer braucht Safari unter Windows?“. Ich ganz sicher nicht, da mir die Geschwindigkeit egal ist. Somit würde ich mit Safari, bis auf die Geschwindigkeit und die bestandene Acid-Prüfung, nur einen weiteren Internet Explorer kriegen (was die Hauptfeatures angeht). Ich werde Safari daher nicht unter Windows einsetzen, sondern nur weiterhin auf meinem Mac.

Dieser Eintrag wurde übrigens soeben offiziell von Safari aus geschrieben 😀

Zum Schluss noch ein paar Screenshots 😉

NSLU2 – erster Test (UPDATE)

Ich habe am Wochenende meine NSLU2 von Amazon geschickt bekommen. Nachdem ich das Ding angeschlossen hatte, habe ich mir erstmal das Webinterface angeguckt. Nach einem kurzen Würg-Reflex, habe ich dann auch sofort das DebianSlug-Image auf das Ding geflashed. Das Ganze WE habe ich eigentlich damit verbracht, das Debian-Linux auf dem Ding einzurichten. Im Grunde lief alles Problemlos. Die Samba-Shares funktionieren auch recht Problemlos.

Die Geschwindigkeit ist allerdings nicht der Hit. 3 Minuten für ~800MB – das geht auch Besser 😉
Meine NSLU war schon auf 266MHZ aufgebohrt, während infester z.B. erst einen Widerstand durchknipsen musste.

Naja, weiter gehts. Ich habe mir dann mal die Mühe gemacht, einen Apache2 Webserver mit PHP und MySQL aufzusetzen. Was soll ich sagen: kleine HTML- und PHP-Seiten mögen ja noch recht akzeplabel laufen, geht es aber dann an phpmyadmin o.Ä., stößt das Gerät schnell an seine Grenze. Ich muss dazu sagen, dass ich das Debian-Linux auf einem 1GB Flash-USB-Stick installiert habe. Evtl. liegt es auch an der schlechten Zugriffszeit. Die CPU ruht sich die meiste Zeit eigentlich nur aus und geht bei einem Zugriff per PHP auf die MySQL-Datenbank eigentlich nie über die 20%-Marke hinaus. Eventuell werde ich das System mal auf einer „echten“ HDD neu aufsetzen um zu sehen, wie schnell das Ganze dann wird.

Eigentlich ist das Gerät für seinen Preis (~80€) echt nicht verkehrt. Gerade weil man jetzt ziemlich viel Strom spart wenn man nicht mehr den Rechner zum Streaming auf die XBox an machen/lassen muss.

Das Streaming klappt übrigens tadelos. Hier sehe ich nicht mal einen Unterschied zu meinem Desktop-Rechner. Das ist natürlich auch die Hauptsache. Als nächstes wird noch WebDAV für Kalender und Kontakte eingerichtet, danach bin ich glücklich.

Schade ist halt nur die Tatsache, dass PHP+MySQL nicht performant läuft, aber dafür hat man ja sowieso nen Root-/Webserver.

UPDATE:

Ich habe gerade mal mit „hdparm“ einen Test der Zugriffszeiten gemacht. Hier das Ergebnis:

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/dev/sda:
Timing buffered disk reads: 14 MB in 3.01 seconds = 4.66 MB/sec

/dev/sdb:
Timing buffered disk reads: 18 MB in 3.09 seconds = 5.83 MB/sec
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/dev/sda = USB-Flash-Stick
/dev/sdb = 100GB IBM Festplatte (7200rpm)

Zum Vergleich: Meine Hitachi HDD im Arbeits-Rechner schafft  54.57 MB/sec.
Der Flaschenhals wird also nicht der USB-Stick sein, sondern allgemein der Lese-/Schreib-Zugriff auf angeschlossene Geräte. Naja, kann man nichts machen 🙂

iLife – Die Pest in Software-Form

Bah! Raus! Weg! – Das denke ich mir, wenn ich ein Programm aus der iLife-Suite starte. Ich finde MacOS einfach genial. Es ist einfach zu bedienen, hat alles was man braucht, stürzt nie ab – Perfektes Betriebssystem. Doch was Apple da mit iLife „verbrochen“ hat, ist echt nicht schön. Die ganze Suite besteht aus lahmen, undurchsichtigen Programmen die einem jegliche Freiheit nehmen und zudem teilweise echt schlecht durchdacht sind.

Beispiel: iWeb – Mit iWeb kann man Websites generieren. Beispielsweise eine Foto-Seite, auf der dann alles schick mit Ajax, Java und weiß der Geier aufgemacht ist. Macht das Spaß? Nein! – Man hat ein paar Templates die man verwenden kann, mehr nicht. Selbst Hand anlegen ist da nicht drin. Zwar ist das Programm für Einsteiger recht gut, da die Websites auch echt „nicht schlecht“ aussehen, aber für Leute die sich damit auskennen ist es einfach nur schmerzhaft mit anzusehen.

Gehört iPhoto eigentlicha auch zu iLife? Von der „Qualität“ her würde ich nämlich sagen: „Auf jeden Fall!“. Auch dieses Tool ist der Applikations-Hölle entsprungen. Ich habe ein relativ großes Foto-Archiv, welches ich in iPhoto importieren wollte. Schön und gut, funktioniert auch alles. Schade nur, dass sich iPhoto weder meine Ordnerstruktur „merken“ noch echte, physikalische Ordner anlegen kann. Man hat zwar alle Photos schön auf einen Blick mit tollen Effekten und einer Slideshow, aber das wars auch. Von „Foto-Verwaltung“ kann da nicht die Rede sein.

Was mache ich gegen diesen ganzen Schrott? Ganz klar: Tiger-DVD raus, Macbook platt machen und von vorne anfangen. Dass Apple die Macs mit dem vorinstallierten Schrott ausliefert ist schon irgendwie nervig. Mal sehen, wie das Ganze nach der Neuinstallation aussieht. Mehr als Adium, NeoOffice, Quicksilver, X-Chat und VLC werde ich wohl diesmal nicht installieren 😉