Heizkosten sparen mit Windows Vista

Gestern war es wieder so weit: Ich wollte meinen Rechner mal wieder platt machen, da das System schon ziemlich „eingestaubt“ war. Naiv wie ich war, habe ich ein weiteres mal Windows Vista installiert. Ich dachte mir: „Mensch, so schlecht kann das doch nicht sein. Vielleicht hattest du ja auch nur Pech bei der ersten Installation.“ – Wie dumm ich doch war:

Nachdem ich Vista installiert hatte (was übrigens erst nach 3x booten voraussetze), hatte ich eigentlich keine größeren Probleme, was die Treiber angeht. Ein Großteil wurde automatisch erkannt, meine ATi-Graka brauchte noch Treiber. Kein Thema, kennt man ja von Windows XP. Als es jedoch an meine Soundkarte ging, musste ich feststellen, dass es dafür noch keine Vista-Treiber gab. Bei meiner letzten Vista-Orgie ist mir das Ganze nicht mal aufgefallen, da die Geschichte schneller wieder vom Rechner war, als die Installation gedauert hat.
Als ich dann endlich mit allem fertig war (Miranda, Usenet-Reader usw.) hab ich mal „versucht“ Windows Mail zu benutzen – ein haufen Software-Mist, wenn ihr mich fragt. Outlook Express in schlecht (ja, das geht noch schlechter). Naja, auch diesen Plan verworfen.
Als nächstes die Sidebar deaktiviert – was für ein unnötiges Stück Platzverschwendung. Über Aero sag ich jetzt nichts mehr, das habe ich in früheren Blog-Einträgen schon gemacht: Es ist und bleibt ein Augenkrebsrisiko.

Ja, Vista lief also. Doch was hat es mit der Überschrift dieses Eintrags auf sich? Nunja, nachdem es gestern recht warm draußen war und ich in meinem Zimmer am Macbook saß (danke Gott für dieses Geschenk!), wurde mir irgendwie ziemlich heiß. Da mir mein Ventilator zu laut war, hieß es, die Wärmequelle zu „deaktivieren“. Doch wo kam die Wärme her? „Huch? Warum ist mein Rechner so heiß?“, dacht ich mir, während ich im ATi-Tool die Temperaturanzeige der Grafikkarte sah. Da hatte es Windows Vista doch tatsächlich geschafft, nur durch Aero meine Grafikkarte dermaßen zu beanspruchen, dass diese sich genötigt fühlte meinen riesen Arctic-Cooling-Lüfter auf hochtouren laufen zu lassen um die ganze Wärme in mein Zimmer zu blasen. Ich hab nich schlecht gestaunt, als ich sah, was ein Betriebssystem auf dem nicht gearbeitet wird mit meiner Hardware veranstaltet (mal ganz davon abgesehen, dass Vista im Leerlauf bei mir 900MB RAM schluckt).

Das sind alles so Dinge, die mir bei der vorherigen Vista-Installation nicht aufgefallen sind. Abgefahren finde ich dieses Betriebssystem ja schon, aber benutzen kann ich es auf Dauer nicht. Was wird mein RAM sagen, wenn ich erstmal Vista laufen habe, dazu Musik von meinem Netzwerk-Share abspiele und ein Bild mit Photoshop rendern will?

Vista kommt heut wieder von der Platte. Ich werde jetzt versuchen, bis zur nächsten Windows-Generation einen Bogen um Vista zu machen. Bis auf DirectX 10 hat Vista irgendwie ja doch nichts, was mich dazu bringen könnte das Zeug zu benutzen.  Viel erschreckender als die Tatsache, dass Vista eigentlich nur „Windows XP SP3“ ist, ist dass es wirklich Leute gibt, die für diese Scheisse Software 300€ aufwärts hinblättern.