Nachtrag: Das Problem der Linux-Community

Heute stand auf pro-linux.de, dass HP jetzt wohl, genau wie Dell, Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu-Linux ausliefern will. An sich keine schlechte Idee, da die Rechner auch bei Dell weggehen wie geschnitten Brot. Mir ist das Ganze eigentlich egal, da ich meine nächsten Linux-Ausflug frühstens im Oktober mit Ubuntu „Gutsy Gibbon“ machen werde.

Wenn ihr euch erinnert: Ich habe vor einiger Zeit mal über das Problem der Linux-Community berichtet, indem ich geschrieben habe, dass sich die Linux-Lager untereinander ebenfalls bekriegen. Heute hab ich in den Kommentaren zu besagtem pro-linux.de-Artikel mal wieder ein interessantes Beispiel dazu gefunden..

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Das Problem der Linux-Community

Nachdem ich ja erfolgreich auf Linux bzw. Ubuntu umgestiegen bin, treibe ich mich auch in diversen Linux-Foren rum. Wenn man erstmal Linux-Nutzer ist, wird man sogar erstaunlich freundlich von der Community (egal welcher) empfangen und kann an Diskussionen teilnehmen. Anders sieht es da aus, wenn beispielsweise SuSE-Nutzer das Feld betreten. Ich weiß nicht, was die Linux-Nutzer dazu bringt, so zu handeln, aber komischerweise schaffen sie’s immer wieder. Egal, in welchem Forum ich bis jetzt unterwegs war – überall ist es gleich. Da kommt ein SuSE-Nutzer und fragt „Wie bekomme ich Software X/Y zum laufen?“ – Was macht die klassische Linux-Community? 1-2 Leute versuchen vielleicht noch zu Helfen, mit Vorschlägen wie „Ja, installier einfach Modul Z nach“ oder „Deine Grafikkarte ist das Problem“, doch was dann so in manchen Foren abgeht ist echt erstaunlich. Da geht das Bashing der Nutzer los mit Sprüchen wie: „Selbst Schuld, wenn du SuSE benutzt“ usw. – Ich weiß ja nicht, was sowas soll 😉

Mir soll es egal sein, ich bin fit genug in Linux. Aber es ist immer wieder erstaunlich, wie Schwachsinnig dieser ganze „Gemeinschafts“-Gedanke in der Linux-Community doch ist. Da gibt es die jeweiligen Fan-Lager, die sich untereinander bekriegen. Ich habe echt das Gefühl, die meisten Linux-Nutzer haben solch einen angestauten Frust mit ihrem Frickel-Betriebssystem (was Linux nunmal ist), dass sie selbst Leute aus den „eigenen Reihen“ runtermachen müssen. Ich mein, welchen Sinn hat sowas? Auf der einen Seite wird immer gegen Microsoft geschossen und auf der anderen Seite sind die Nutzer, die von Microsoft auf eine Linux-Distribution gewechselt sind auch wieder schlecht? Nur weil sie vielleicht beim google’n von „Einsteiger-Linux“ auf SuSE gestoßen sind?

Sorry, Linux-Community – So wird das nix. Ich habe bis jetzt auch in keinen anderen Themenbereichen solche sticheleien gesehen, wie bei Linux. Ich glaube, die klassischen Linux-Kellerkinder die heute noch versuchen ihre eigene Distribution „from scratch“ zu erschaffen, sind sozial einfach die absoluten Nullnummern. Anders kann ich mir das schwachsinnige Verhalten der Linux-Community nicht erklären.

Ich bin ja schon recht froh, mit Ubuntuusers.de eine Community gefunden zu haben, die wenigsten Hilfsbereit und freundlich handeln und es den Einsteigern echt leicht machen. Schade, dass die Ubuntu-Community da wohl eine krasse Ausnahme ist.