„Fantasy Film Fest“ Report #3 – Fazit

Das „Fantasy Film Fest“ ist vorbei. Heute morgen um 2:00Uhr sind wir wieder in Salzgitter angekommen. Die Rückfahrt lief recht Problemlos, obwohl wir kein Navigationssystem mehr hatten. Zeitlich entstand natürlich ein Konflikt zwischen unserer Ankunft und meinem Arbeitsbegin. Um 5:30Uhr musste ich nämlich schon wieder wach sein.

Ja, was bleibt zu sagen? Als wir Samstag vormittag in Köln angekommen sind, waren wir ja noch recht zuversichtlich was das Ganze angeht. Leider wurden wir relativ schnell enttäuscht, denn mit „The Dead Girl“ wurde uns ein Film gezeigt, der zwar mehr als gut gemacht war, aber irgendwie überhaupt nicht in das von uns erhoffte Genre gepasst hat. Es war ein Drama, welches zwar gut gespielt war und auch eine klasse Atmosphäre hatte, aber mehr auch nicht. Sein Geld war dieser Film auf jeden Fall nicht wert. Das war eher ein Film, wie man ihn sich mal mit der Freundin angucken kann.

Der Zweite Film war „Princess“. Oh – mein – Gott! Mehr sag ich dazu nicht. Das Ganze ist ein Anime-Film, indem es darum geht, dass ein Priester einen Rachefeldzug gegen die Porno-Industrie beginnt. Ich muss zugeben, als ich davon gehört habe, hatte ich echt Hoffnungen – vergeblich. Gezeigt wurde uns ein langweiliger Film der zwar vom Stil echt beeindruckend war, aber dafür eine unendlich langweilige Story hatte. Auch war der Film für das „Thema“ viel(!!!) zu langsam. Man hätte in dem Film etwas reißen können, wenn man ihn auf 4 fache Geschwindigkeit gestellt hätte. Hat man aber nicht – Reinfall.

Danach kam „Turistas“. Ein Lichtblick – dachte ich zumindest. Ich bin eigentlich kein Fan von Filmen die im Uhrwald spielen, doch Turistas hat die Umgebung schon recht beeindruckend und gut eingesetzt. Die Schauspieler waren im Grunde auch gut gewählt – typische „Anfang-20“-Girls und ein paar muskelbepackte Kerle dazu. Es geht in dem Film um eine Clique, die durch Brasilien reisen möchte. Als der Bus, mit dem sie reisen, einen Unfall hat, schlägt sich die Clique zur Küste durch, wo es dann eine Bar gibt an der Non-Stop Party gemacht wird. Kurzzeitig erinnerte mich der Film an „The Beach“, welchen ich aber auch nicht sonderlich gut fand. Naja, wie dem auch sei: Letztendlich geht es in dem Film um Organhändler, die nach Opfern suchen um diesen dann die Eingeweide rausnehmen zu können. Die einzig Brutale Scene gibt es, als man einen direkten Einblick unter die Bauchdecke eines Opfers bekommt. Der Film war gut gemacht, Blut gab es auch. Nur zu Actionlastig war mir das Ganze am Ende.

Tag 2 begann mit Aufstehen, Duschen und auschecken. Im Eingangsbereich lief dann noch die Schauspielerin von „Biene“ bei „Alles Atze“ an mir vorbei (sieht in „real“ viel älter aus), aber das nur am Rande.
Nachdem wir die Zeit bis 18:00Uhr bei McDonalds, Dunkin Donuts und Pizza Hut totgeschlagen hatten, ging dann mit „Nightmare Detective“ der Scheissfilm-Marathon in die nächste Runde. In dem Film geht es um einen Kerl, der in Träume eindringen kann. Er wird von einer Polizistin gerufen, um einen Fall aufzuklären indem sich Menschen im Traum selbst töten. Ziemlich langweilig das Ganze. Irgendwie war das alles schon mal da, nur in andere Zusammenstellung. Blutig war er, aber Story-Technisch unterste Schublade. Dass der Film nur auf japanisch war und wir dazu englische Untertitel hatten war bei der dünnen Story nicht mal weiter schlimm. Naja, was sagt der Counter bisher? 4 Filme gesehen, davon 3 scheisse. Bis hierher war das Beste eigentlich die Fahrt nach Köln.

Der letzte Film war „Sunshine“ – Weltpremiere! Da war ich begeistert! Ich, als erster in diesem Film! Als ich aus „Nightmare Detective“ rauskam, sah ich schon den Metall-Detektor aufgebaut vor dem Kino-Eingang. Security überall. Abgetastet wurde man auch. Man hätte ja Kameras mit reinschmuggeln können 😉 „So ein Aufriss muss doch seinen Grund haben“, dacht ich mir – Pustekuchen. Auch dieser Film war „grenzwertig“. Es geht darum, dass die Sonne kein Licht mehr abgibt, woraufhin die Erde komplett zufriert. Typische „Endzeit“-Story. Naja, für Fans von Armageddon mag das was sein, für mich eher nicht. Doch irgendwann kam mir der Gedanke: Splattert da noch was? Jo! Da kam noch was. Nur wie, das war leider echt schlecht! Ein von der Sonne verbrannter, jetzt komischerweise mit Superkräften ausgestatteter Ex-Kommandeur der zuvor gescheiterten Mission sah sich irgendwie dazu genötigt, die zweite Mission zum Scheitern zu bringen (warum auch immer). Ein bisschen Blut hier, ein bisschen da – mehr nicht. Der „Sonnen-Mutant“ hat den Film gleich noch mal eine Ecke schlechter gemacht. Während der Film an sich auch 1a Special-Effects bietet, verschafft dieser Freak eigentlich nur eine Trashige Atmosphäre die dem Film nicht gut tut. Hätte man es bei einem typischen „Ich opfer mich um die Menschheit zu retten“-Film belassen, wäre ich begeistert gewesen, da der Film echt gut gemacht war und dazu noch eine spannende Story bot. Leider wollte das Drehbuch es anders -> Maximal 6 von 10 Punkten.

Was bleibt also vom „Fantasy Film Fest“ übrig? Nur Scheisse! Ganz ehrlich? Der Ausflug hat sich einfach nicht gelohnt. Es kamen nur Schrottfilme, die ich mir nicht mal aus der Videothek geliehen hätte. Schade, denn billig war der Spaß nicht gerade 😉
Mal sehen, ob wir im August zum nächsten Fest fahren, ich wage es aber zu bezweifeln…