By Timo on 13.05.2012
Heute wurde ja in NRW gewählt. Aus einem Grund, der mir einfach nicht in den Kopf will, hat die Piratenpartei auch in diesem Bundesland 7,5% der Stimmen erhalten. Wie auch immer: Ich habe von Politik keine Ahnung und interessiere mich ehrlich gesagt auch nicht dafür. Trotzdem habe ich mal wieder die Website der Piratenpartei besucht um zu sehen, was die lichtscheuen Kellerkinder diesmal so zu sagen haben.
Viel Interessanter war aber dieser Bericht, der ganz stolz in der Feature-Gallerie der Website aufgeführt wird:

Klickt man den Artikel “Überwältigendes “NEIN” zur Holocaustleugnung” an, bekommt man folgenden Artikel zu sehen:
Die Piratenpartei hat auf ihrem Bundesparteitag eine Erklärung gegen die Leugnung und Relativierung des Holocaust verabschiedet. Die etwa 1500 Mitglieder sprachen sich mit überwältigender Mehrheit – der Versammlungsleiter konnte keine einzige rote Stimmkarte im Saal erkennen – für folgenden Antrag aus:
“Die Piratenpartei Deutschland erklärt, dass der Holocaust unbestreitbar Teil der Geschichte ist. Ihn unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu leugnen oder zu relativieren widerspricht den Grundsätzen unserer Partei.”
Irgendwie ist das schon Slapstick. Da stellt diese grandiose Partei (Achtung: Ironie) auf ihrer Website klar, dass man den Holocaust ernst nimmt. Um es mit einem Meme zu beschreiben: “You don’t say?“. Eins muss man den Spinnern lassen: Humor haben sie.
tl;dr
Die Piratenpartei ist sich sicher: Den Holocaust gab es wirklich!
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By Timo on 12.05.2012
Was mir schon seit langer Zeit auf den Keks geht: Die ewige Diskussion um Standort-Daten. Da wird ein riesen Fass auf gemacht, weil heutzutage jede App, die man sich so auf dem Smartphone installiert wissen möchte, wo man sich befindet. Fotos werden mit Geo-Daten versehen und auch so gut wie jeder Facebook- und Twitter-Eintraghat Geo-Daten integriert. Aber was ist eigentlich so schlimm daran? Soll doch ruhig jeder wissen wo ich bin, wo ich war und (noch besser) wo ich sein werde.
Was passiert denn im schlimmsten Fall mit diesen Informationen? Vielleicht könnte ich ja ausgeraubt werden, weil jemand mir auflauern könnte, während ich in einer verlassenen Gegend herum laufe. Oder noch schlimmer: Man könnte mir Standort-bezogene Werbung zukommen lassen! Und jetzt kommt es ganz wild: Es könnte tatsächlich jemand auf die Idee kommen, ein Bewegungsprofil von mir zu erstellen! Man stelle sich nur vor, jemand außer mir selbst würde wissen, dass ich jeden Morgen um 7:30 Uhr zur Arbeit fahre und um 16:30 Uhr wieder zu Hause bin. Und wie fatal wäre es erst, wenn jemand heraus finden würde, dass ich am Wochenende gerne ins Kino gehe?
Vielleicht bin ich ja nur zu naiv oder einfach nur zu blöd, das Problem mit den Standort-Daten zu erkennen. Es gibt jedenfalls wichtigere Themen, als den eigenen Standort.
Und an diejenigen von euch, die nicht möchten, dass jeder weiß, dass ihr öfter mal im Rotlicht-Milieu unterwegs seid: Keine Sorge, die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch das früher oder später ans Tageslicht kommt. Tut euch doch also gleich den Gefallen und macht da gar nicht erst ein großes Geheimnis drum.
Um das hier jetzt abzuschließen, setze ich dem Ganzen noch kurz die Krone auf: In der Navigations-Leiste findet ihr ab sofort den Link “Wo bin ich?“. Dort könnt ihr ab sofort rund um die Uhr und auf die Minute genau Live mitverfolgen, wo ich mich gerade befinde. Das ganze basiert auch nicht auf irgendeinem Schrott-Dienst wie Foursquare, Latitude oder sonst einer App, die ich manuell bediene, sondern vollständig auf den “Find My iPhone”-Daten, die mein iPhone regelmäßig freudestrahlend an Apples iCloud sendet. Ihr könnt euch also darauf verlassen, dass der Standort auch korrekt ist. Viel Spaß mit diesen Informationen.
tl;dr
Meine Standort-Daten sind mir egal. Guck’ wo ich bin.
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